Heet dat nun Kappelner oder Kappler?

Sicherlich ist dem einen oder anderen schon aufgefallen, das hier immer die Rede von Kapplern ist. Dies ist nicht ein Fehler, sondern eine Spezialität!

Auch in Kappeln ist bekannt, das bei der Rechtschreibung (egal ob alt oder neu) eigentlich die Bürger als Kappelner bezeichnet werden müssten. Bei uns ist das aber anders. Ein echter Kappler verzichtet gern, wenn es um höheres geht als die Rechtschreibung. So haben wir uns durch die Jahrhunderte plattdeutsch unterhalten „und da heet dat Kappler und nicht Kappelner“.

Unser Gildebruder Peter Hansen hat das in seinem Buch "Twischen Heringstuun un Möhl Amanda" nett beschrieben:

„Un "perfekti" is he, wenn he markt hett, dat ik immer vun de Kappler snack un nicht vun de Kappel-n-er, as dat in de letzte Tied all ehrmaals seggt warrt. Wiel se nämlich rutfunnen hebbt, dat een so 'n Woort mit "n" schrieven mutt, vunwegen de Rechtschriebung.
En ole Kappler aver föhlt sik mit "n" goor nich goot. Dat is em eenfach togegen, egaal wat dat nu up Plaatdüütsch or Hochdüütsch is. Dat will em nich över de Tung un nich in de Fedder. So stellt he eenfach queer, un keen Klockschieter schall dorüm quarken, wenn he sik dat nich bedüden laten will.“




ISBN 3-934 169-09-0